Die Handlungsmaxime des System of self-preservation®

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Vielfach wurde mir die berechtigte Frage gestellt, ob sich die Handlungssystematik und Denkstruktur des System of self-preservation® auch in einem einzigen Satze ausdrücken ließe, welcher zugleich als eine Art oberster Grundsatz des Handelns, innerhalb der Systemanwendungen fungieren könne.

In der folgenden Abhandlung möchte ich eine Kurzdarstellung dessen geben, was in den Tiefen der Handlungsphilosophie des System of self-preservation® vorzufinden möglich ist.

Wenn wir von einer übergeordneten Handlungsanleitung, im Sinne einer Maxime sprechen, die in einem situationsübergreifenden Handlungskontext, die Basis der Denk- und Handlungsweisen darstellen soll, die uns das Studium des System of self-preservation® lehrt, so ließe sich diese wie folgt formulieren:

Die Regeln des Handelns sollten gebrochen werden, wann immer dies dem Zweck der Erstellung der selbigen dienlicher ist, als jene selbst zu befolgen.

Eine solch, rein zweckrational motivierte, konsequentialistisch orientierte Handlungsweise erfordert eine sehr bewusste und genaue Zielreflektion und Kenntnis über die eigenen Beweggründe und Motive des Handelns, nur dann kann sie dem (oberflächlichen) Vorwurf der moralischen Verwerflichkeit trotzen und als eine den höchsten Interessen des Anwenders dienliche, situative

Wendigkeit des Geistes verstanden werden. Das Erleben von Situationen, in denen es rational geboten ist, "unmoralisch" zu handeln, wobei der Begriff durch den individuellen Maßstab der Moral definiert werden muss, ist hier ausschlaggebend. "Es ist nicht immer das Richtige, "das Richtige" zu tun", lehrt uns mittlerweile bereits Hollywood.

Diese oberste Maxime des System of self-preservation®, stellt nicht nur die für einen nicht dem alleinigen Zufall überlassenen Erfolg von Handlungen in Extremsituationen erforderliche geistige Haltung dar, sondern gibt auch die aus ihr resultierende konkrete Handlungsanweisung wieder. Sie stellt die absolute Konstitutionsbedingung dafür dar, dass ihr Anwender sein gesamtes Repertoire an potenziell bestehenden Handlungsmöglichkeiten überhaupt erkennen kann.

Der Gehalt der Maxime ist nicht zu verwechseln mit dem häufig gebrauchten Sprichwort "der Zweck heiligt die Mittel". Sie erwähnt explizit die "Regeln des Handelns", die durch individuelle Wertevorstellungen des Menschen begründet werden. Die im System of self-preservation® geforderte ständige bewusste Beobachtung und Hinterfragung der eigenen Handlungsmotive und die Kalkulation der Konsequenzen eigener Handlungen, sowie die Übernahme der Verantwortung für diese, hat nicht im Geringsten etwas mit rein egoistisch motivierter Zweckmäßigkeit ohne jegliche Grundsatztreue zu tun. Es geht vielmehr darum, aufzuzeigen, dass es einer Illusion gleichkommt zu

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